Samstag, 7. September 2013

Warum eine Stadt mein Herz im Flug erobert hat...Teil I

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Bäm, da steh ich also mit meinem Glas Sekt in der Hand im 43. Stockwerk, unter mir glitzert eine Weltmetropole in der Dämmerung so vor sich hin und wäre das alleine alles schon nicht beeindruckend genug, wird vor meiner Nase grad noch ein Feuerwerk gezündet (Notiz an mich: Feuerwerke aus dem 43. Stockwerk zu schauen sieht aus wie ein Tischfeuerwerk am Kindergeburtstag). Heideblitz, kann das Leben manchmal ein überwältigender Knaller sein. Aber nun mal der Reihe nach...


Ich habe eine neue Liebe. Gestatten: Singapur. Du saubere, ordentliche, faszinierende, beeindruckende, umwerfende und vor allem MEGA freundliche Weltmetropole.

Da stehen wir also nach einer knapp 24 stündigen Flugreise mit unseren Rucksäcken bepackt, vermutlich nach Flugzeug und schwitziger Müdigkeit miefend, ungläubig in einer umwerfend schönen Hotelhalle und können unser Glück kaum fassen. Gleichzeitig suche ich gedanklich schon ein Mauseloch, wo ich mich in meiner dezent unpassenden Aufmachung in diesem kolonialen Wahnsinnsbau am besten gleich verkriechen kann. Die folgenden 32 Stunden Aufenthalt unseres Singapur-Kurztrips werden wir also hier auf Einladung des Hotel Fort Cannings verbringen dürfen. Als der Concierge das Zimmer hinter sich verschließt, muss ich den längst überfälligen Freudenjauzer mit dazugehörigem Luftsprung (ja, wirklich) von mir geben.
Wahnsinn. Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie eine solch schöne Aussicht. Unser Badezimmer bietet ein Panoramablick auf die Wolkenkratzer der Stadt, das Ganze in goldgelbes Abendlicht getaucht verschlägt mir die Sprache. Ich verbringe die nächsten Minuten also in einer Badewanne und unter und vor mir pulsiert die Stadt. Der absolute Knaller. Den restlichen Abend und die Nacht (bei 32 Stunden Aufenthalt kann man aufs schlafen gut und gerne verzichten, war unser großes Vorhaben) verbringen wir schließlich im Nachtzoo Singapurs (welche Idee leider auch gefühlte 21975 andere Menschen an diesem Abend hatten). 

Am nächsten morgen bekomme ich um kurz vor elf Uhr einen leicht hysterischen Schreianfall. Jetlag sei Dank haben wir zwei auf sieben Uhr gestellte Wecker überschlafen- kann ja mal passieren, wa, haben hier ja auch Zeit zum verbummeln, grgrgr... Eine Stunde später sitzen wir abgehetzt in einer Mall und nehmen unser verspätetes und etwas abenteuerlich aussehendes Frühstück ein. Weiße, leicht glibberig anmutende Nudeln in einer klaren Soße. Ich verfluche meine großspurigen Worte von eben in Sachen "lass uns unbedingt eine Einheimische Spezialität essen". Nachdem mir dann der freundliche Koch erklärt hat,  dass ich meine nackten Glibber-Nudeln an der Selbstbedienungstheke mit allerlei herumstehenden Köstlichkeiten (von gebackenen Knusperprawns bis zu Gemüsesticks) aufmotzen durfte war unser "Frühstück" eine Bombe. Ein Herz für weiße Glibber-Nudeln (sollte jemand an der Stelle wissen, wie diese dicken Nudeln im Fachjargon heißen- bitte her damit).


Die Stadt per Hopp on- Hopp off Bus zu erkunden war einer der besten Tipps dieser Reise. Es hat uns so viel Spaß gemacht, vom Bus aus die Sehenswürdigkeit und Menschen zu beobachten, überall anzuhalten und auszusteigen wo man möchte und währenddessen den Erklärungen zu den einzelnen Highlites per Kopfhörer zu lauschen (ja, sogar auf Deutsch, ich war ganz baff).



Im zweiten Teil der Singapurreportage erfahrt ihr was Parfüm in U-Bahnen zu suchen hat, warum ein Geheimtipp manchmal die beste Entscheidung ist und wie eine Garnele im Bambuskörbchen zu einem wahren Seelenstreichler wird. Habt ihr darüber hinaus noch Fragen zur meinem Trip dürft ihr diese gerne in den Kommentaren stellen. Ich werde versuchen sie noch im zweiten Posting-Teil zu beantworten.

Alles Liebe,
Anja

Entschuldigt teilweise die Fotoqualität- leider mussten viele durch Glasscheiben gemacht werden.
Hotelfotos wurden mir freundlicherweise vom Hotel Fort Canning zur Verfügung gestellt.

Kommentare:

  1. Liebe Anja,
    was freu ich mich über deinen Post! Anfang November geht's nämlich auch für mich nach Singapur und da ich eigentlich so gar keine Idee bisher habe, was ich denn so alles anschauen und entdeckt möchte, 'verschlinge' ich moment jegliche persönliche Singapur-Empfehlungen.
    In was für einer Mall wart ihr denn?
    Liebe Grüße & mit Spannung auf den zweiten Teil,
    Ramona

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    1. Liebe Ramona,
      oh was bin ich neidisch.
      Die Adresse der Mall war
      177 River Valley Road Liang Court #01-00
      Singapore 179030,
      wobei um ehrlich zu sein, die Mall außer dem köstlichen Tamoya Nudelladen und noch diversem Asia-Fastfood groß nichts zu bieten hat :-)
      Ich werde schauen dass ich die nächsten Tage noch einen zusätzlichen Bericht über meine Top 5 in Singapur schreiben werde :-)
      Alles Liebe,
      Anja

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  2. Oh mein Gott!!! Wie schöne! Mich packt schon wieder das Fernweh!!! ...MiME

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    1. Vollkommen zurecht:-) Die Stadt hat sämtliche bisherige Lieblingsstädte im nu überholt :-) Wenn es nur nicht so weit weg wäre :-(

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